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Vorsicht ! der Besuch unserer Karaoke Partys kann zum Verlust von Vorurteilen führen!
Singen ist tatsächlich gesund! Das ist auch wissenschaftlich erwiesen
Eine Frankfurter Untersuchung hat erstmals an Laiensängern nachgewiesen, dass der Körper beim Singen physiologische Reaktionen zeigt: Er produziert zusätzliche Immunstoffe.
Im Institut für Musikpädagogik der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität standen für Wochen die Telefone nicht still. Eine unscheinbare Meldung im Universitäts-Nachrichtendienst
hatte die Anruf-Welle ausgelöst - ein bislang ungekannter Medienansturm für den Musikpsychologen Dr. Gunter Kreutz, Privatdozent am Lehrstuhl des Professors Dr. Hans-Günther Bastian.
Was Kreutz samt einigen weiteren Kollegen so interessant für Medien von wissenschaftlichen Publikationen bis zur "Bunten" hat werden lassen, ist eine Untersuchung an
Laienchor- Sängerinnen und -Sängern. Eine Untersuchung unter dem verheissungsvollen Titel "Ist Singen gesund?", gefördert vom Deutschen Sängerbund.
Wissenschaftlich exakter klingt die Frage so: "Gibt es physiologisch nachweisbare Gesundheitseffekte durch regelmässiges Singen in Chören? Das Ergebnis vorweg: Es gibt nachweisbare
Effekte. Und das haben die Frankfurter Wissenschaftler weltweit zum ersten Mal am Beispiel singender Laien nachgewiesen. Als Pobanden wurden der Kirchenchor Griesheim und die
Frankfurter Singgemeinschaft gewonnen. Insgesamt 31 Sängerinnen und Sänger haben innerhalb einer Woche zum einen das Mozart-Requiem selbst gesungen, zum anderen das gleiche
Werk als CD-Aufnahme passiv angehört und dabei Wattebäuschchen zur Speichelaufnahme in ihren Mündern fünf Minuten vor und fünf Minuten nach den beiden Proben geduldet.
Zudem haben die Probanden ihr emotionales Befinden in einem Fragebogen vermerkt.
Ähnliche Untersuchungen, teils mit und teils ohne physiologische Messungen, hatte es zuvor u.a. mit dem semiprofessionellen Universitätschor Oxford und mit professionellen Solo-Sängern
gegeben. In einem Punkt kommen alle diese Studien zum gleichen Ergebnis, wie Dr. Kreutz erläutert: "Aktives Singen fördert die Produktion des Stoffes Immuglobolin A im Speichel.
Das ist der Stoff, der die oberen Atemwege vor Infektionen schützt." Für Kreutz ist damit nachvollziehbar, dass aktives Singen dem Immunsystem offenbar nützt. "Die Werte stiegen beim
Singen signifikant an, beim Zuhören hingegen blieben sie in dieser Untersuchung unverändert."
Die Untersuchung legt nahe, dass aktives Singen sowohl eher positive Gefühle weckt als auch eher die körperliche Immunabwehr aktiviert als das passive Hören von Musik. Ergänzt man
diese Erkenntnis um die bereits erforschten Bereiche, ergibt sich ein kompletteres Bild: Gesundheit wird von der Weltgesundheitsorganisation als "umfassendes geistiges, physisches und
soziales “Wohlbefinden" definiert. Man weiss aber schon, dass aktives Singen dazu führt, dass sich Sängerinnen und Sänger deutlich besser fühlen. Man weiss schliesslich, das Musizieren
in Gemeinschaft allgemein die Fähigkeiten als soziales Wesen steigert. Alles zusammen bedeutet: Singen ist gesund - mindestens ähnlich gesund wie Meditation, Laufen, leichter aber
regelmässiger Spor", resümiert Dr. Kreutz.
Der definitive Beweis: Karaoke ist gesund!